Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv.12

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Ausbildung junger Pferde...sowie Basisausbildung und Korrektur von Reitpferden Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv.12 Ausbildungswege der klassischen Dressur Leidenschaft Pferd...im Sattel durchs Leben Soziales Lernen im Galopp

 


"Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv.12" erschienen 2011 in der Reihe Documenta Hippologica bei Olms

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Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv. 12

                                         Gert Schwabl von Gordon                Bianca Rieskamp

Reiten in der Tiefe                       Rahmenerweiterung im Mitteltrab    relative Aufrichtung in der Versammlung

Alles klassisch oder was? Gert Schwabl von Gordon und Bianca Rieskamp erklären hier erstmals genau und für jeden verständlich und ausführlich die berühmte Heeresdienstvorschrift von 1912 (H.Dv.12), die lange Zeit als theoretische Grundlage für die Richtlinien für Reiten und Fahren der Deutschen Reiterlichen Vereinigung galt und derzeit eine Renaissance erlebt. Sie wurde ursprünglich für Offiziere geschrieben, die schon sehr erfahren in der Pferdeausbildung waren, und deshalb sehr kurz und knapp verfasst. Aufgrund der fehlenden Erläuterungen wurde und wird sie oft falsch verstanden und in der Praxis unzureichend oder falsch umgesetzt. 
Im ersten Teil beschreibt Gert Schwabl von Gordon den Klassischen Ausbildungsweg bis zu den höchsten Lektionen gemäß der H.Dv.12. 
Im zweiten Teil erklärt Bianca Rieskamp auch für nicht so versierte Reiter verständlich, was mit den einzelnen klassischen Prinzipien sowie Fachbegriffen gemeint ist und wie diese in der Praxis umzusetzen sind. Dabei wird auch auf eventuell auftretende Probleme eingegangen und besonderes Augenmerk auf das Gefühl des Reiters und die Achtung vor dem Pferd gelegt. 
Damit ist dieses Buch unentbehrlich für Ausbilder, erfahrene Reiter mit Turnierambitionen, aber auch für junge und unerfahrene Reiter, die ihr Wissen vertiefen möchten, ohne an der Praxis vorbeizuarbeiten. Zahlreiche Fotos von Pferden unterschiedlicher Rassetypen mit ausführlichen Erklärungen vermitteln dem Leser einen Eindruck, wie ein korrekt klassisch ausgebildetes Pferd in den verschiedenen Gangarten und Lektionen aussehen soll. Weitere aktuelle Fragestellungen sind Thema dieses Buches, wie z.B.:
- warum die heutige Reiterei in der Regel nicht mehr klassisch ist,
- woran man guten Takt und korrekte Losgelassenheit erkennt,
- das richtige Reiten in die Tiefe beim jungen Pferd und beim Korrekturpferd,
- der Weg zur korrekten leichten Anlehnung und woran man sie erkennt,
- Prüfstein Reiten mit einer Hand.


Herr Schwabl von Gordon auf facebook:

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Klassische Reitausbildung

Klassische Reitausbildung nach der Reitvorschrift

Die Reitvorschrift von 1912, besser bekannt als H.Dv. 12, richtet sich bei der Pferdeausbildung nach der Natur des Pferdes. Sie ist entstanden aus jahrhundertelangen Erfahrungen in der Pferdeausbildung zu Zeiten, als der Umgang und die Ausbildung von Pferden vor dem Zeitalter der Industrialisierung für die meisten Menschen noch etwas Selbstverständliches und Lebensnotwendiges war. Da sich der Knochenbau der Pferde bis heute nicht verändert hat, ist es für die Gesunderhaltung und Zufriedenheit unserer Pferde wichtig, dass sie unter dem Reiter ihre natürliche Haltung und den Takt wiederfinden.


 

Siegfried von Haugk, Remontereiter der Kavallerieschule Hannover und Ersatzreiter der Olympischen Spiele 1928, begnet der falsch verstandenen Kraftreiterei mit einem passenden Zitat:Alle Hilfen beginnen mit „wenig“, werden gesteigert, bis der Reiter „durchkommt“, d.h. bis das Pferd der Einwirkung folgt und hören auf, wenn die Wirkung eintritt.“ (v. Haugk, Das Reiter ABC, S. 109, 1949) Der Reiter soll also so wenig Hilfen wie möglich geben. Das Pferd soll durch richtige Gymnastizierung unter anderem lernen, sich die treibenden Hilfen selbst abzuholen. So werden bei richtiger Ausbildung kaum Reiterhilfen zu sehen sein, das Pferd macht den Eindruck, als würde es aus Spaß dahin gehen und der Reiter benötigt zum Reiten nur Körperbeherrschung und Konzentration, keine Kraft.

Und auch mit einhändiger Zügelführung soll das Pferd gelassen weitergehen und nicht wegeilen. "Das Reiten mit einhändiger Zügelführung, in der Tiefe wie in der Aufrichtung, ist während der ganzen Ausbildung des Pferdes hindurch äußerst wichtig, weil es eben ein Prüfstein ist, ob das Pferd sich im Gleichgewicht befindet und ob Takt, Losgelassenheit und die Anlehnung reell erarbeitet wurden." (B.Rieskamp, Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv. 12)

 

Mangelndes Wissen über eine pferdeschonende Ausbildung führt zu dem falschen Reiten, welches heute unter dem Begriff der Rollkur bekannt geworden ist. Wie schädlich dieses Reiten ist, wurde schon vor Jahrhunderten erkannt und beschrieben, weswegen es verwundert, dass es heute wieder in Mode gekommen ist.

Von Krane schreibt in seiner "Anleitung zur Ausbildung der Kavallerie-Remonten" ausführlich über das Anspannen der Rückenwirbelsäule. Als Grund für einen angespannten Rücken gibt er vor allem eine übermäßige Beizäumung an. „Uebermäßiges Herantreiben gegen eine harte, zurückstoßende, tiefgestellte Faust, scharfe Zäumung, besonders aber Mißbrauch beinehmender Hülszügel sind die Veranlassungen, welche der Reiter giebt.“(von Krane: Anleitung zur Ausbildung der Kavallerie-Remonten, S. 470, 1983) Die Auswirkungen eines solchen gespannten Rückens und einer solchen falschen Haltung des Pferdes auf die Bewegungen des Pferdes beschreibt von Krane ausführlich durch Text und Zeichnungen. (Vgl. von Krane: Anleitung zur Ausbildung der Kavallerie-Remonten, S. 470- 471, 1983)

 

Die Bücher "Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv. 12" und die zweite, überarbeitete Auflage "Ausbildung junger Pferde..." mit dem neuen Untertitel ..."sowie Basisausbildung und Korrektur von Reitpferden" zeigen durch viele Fotos im Detail auf, wie ein klassisch gehendes Pferd aussieht und wie Sie dies erkennen können. "Auch bei Lektionen mit höchstem Versammlungsgrad wie der Piaffe und der Passage darf die Vorwärtstendenz nie verloren gehen. Der Verlust der Vorwärtstendenz und des Schwunges geschieht in der Piaffe und Passage besonders häufig dadurch, dass der Reiter sich durch die Schönheit dieser Lektionen dazu verleiten lässt, diese zu lange und zu häufig zu verlangen. Wie auch bei allen anderen Lektionen in der klassischen Reitlehre gilt hier das Motto, gerade beim Pferd, welches noch nicht vollkommen ausgebildet ist, die Lektion sofort zu beenden und vorwärts aus dieser heraus zu reiten, wenn das Pferd diese besonders gut ausführt. Hier ist das Gefühl des Reiters gefragt, nicht aus persönlichem Ehrgeiz eine Lektion weiter reiten zu wollen, sondern diese nur so lange zu verlangen, wie es für das Pferd sinnvoll ist. Stellen Sie sich also beim Reiten immer die Frage: Was soll geritten werden? Wie soll es geritten werden? Warum soll es so geritten werden?" (B. Rieskamp, Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv.12)

 

 

 

 

Literatur

Glahn, Erich: Die klassische Reitkunst und wir, Ein Vortrag gehalten in Hamburg, am 24.April 1956, auf Einladung des Vereinigten Norddeutschen und Flottbeker Reitervereins e.V. und des Vereins zur Förderung des Dressurreitens e.V., 1956

D.V.E.Nr.12, Reitvorschrift (Reitv.) Vom 29.Juni 1912, Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn Königliche Hofbuchhandlung 1912.

H.Dv.12, Die Deutsche Reiterklassik hat einen Namen (aus dem Jahr 1937), Schondorf: Wu Wei Verlag 2008.

H.Dv.12, Reitvorschrift vom 29.Juni 1912, Ausgabe von 1926, Berlin: Verlag E. S. Mittler und Sohn 1926.

H.Dv.12, Reitvorschrift vom 29.Juni 1912, Ausgabe von 1926, Berlin: Verlag E. S. Mittler und Sohn 1932.

H.Dv. 12, Reitvorschrift vom 18.08.1937, Hamburg: Verlag E. S. Mittler und Sohn 1937.

 von Haugk, Siegfried: Das Reiter- ABC, Verlag M. & H. Schaper, Hannover, 1949

von Haugk, Oberst: Von einem alten Reiter, Die Bearbeitung junger Pferde mit der Trense, Neu herausgegeben von Oberst v. Haugk, Kesselringsche Verlagsbuchhandlung, Wiesbaden, 1944

von Heydebreck, Hans: Die Deutsche Dressurprüfung; Das Gebrauchspferd, Olms Presse, Hildesheim, Zürich, New York, 2001

von Krane, Friedrich: Anleitung zur Ausbildung der Kavallerie-Remonten, Olms Presse, Hildesheim, Zürich, New York, 1983

von Redwitz, Max Freiherr, Kgl. bayer. Generalmajor: Die deutsche Reitvorschrift 1912 im Lichte der Reitkunst, Erstes Heft: Die Seitengänge, Nachdruck der Auflage 1914, Georgi Druck, Aachen, 1987

Seunig, Waldemar: Reitlehre von heute, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg, 1978

Wätjen, Richard: Reitkunst in Wort und Bild, Kornett Verlag, Verden/ Aller, 1953

Aufgaben für Eignungs- und Dressurprüfungen für Reit-, Spring- und Wagenpferde, Hauptverband für Zucht und Prüfung deutscher Pferde e.V., Deutsche Reiterliche Vereinigung, Warendorf, 1961

Sankt Georg Almanach 1954, Verlag Sankt Georg, Neuss, 1954