Klassische Reitlehre

Klassische Reitlehre

Meine Leidenschaft ist die Ausbildung von Reiter und Pferd gemäß der klassischen Reitlehre. Dabei beziehe ich mein Wissen aus der Reitvorschrift und der Wiener Schule, die beide konform gehen. Hört man das Wort Reitvorschrift, so assoziiert man oft verstaubtes, veraltetes Wissen und militärischen Drill. Dem ist aber nicht so! Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigt, wird feststellen, dass sich eventuelle Vorurteile schnell in Luft auflösen. Denn das Ziel der Reitvorschrift ist die logische, sanfte, vielseitige und mit Freude erfüllte Ausbildung des Pferdes für alle Sparten. Und das erfährt man auch in meinem Unterricht. 

Mein praktisches und theoretisches Wissen über die klassische Reitlehre habe ich in erster Linie von Gert Schwabl von Gordon erfahren und darf glücklicherweise weiterhin an seinem großen Wissensschatz teilhaben. Herr Schwabl von Gordon ist ein Ausbilder, der nicht von der klassischen Lehre abweicht. Er hat sein Wissen aus erster Hand von seinem Vater Walter Schwabl, der als Reitlehrer an der Kavallerieschule Hannover tätig war.

 


Die klassische Reitlehre gemäß der Reitvorschrift und der Wiener Schule haben als Ziel: 

- die Ausbildung gemäß der Natur des Pferdes in physischer und psychischer Hinsicht

- die Gesunderhaltung des Pferdes 

- ein vertrauensvolles Miteinander 

- das Reiten mit feinen,zeichenartigen Hilfen 


-
 eine vielseitige Ausbildung wie Dressur, das Geländereiten, das Springen, das gebisslose Reiten, die Bodenarbeit, die Freiheitsdressur

 

Die Reitvorschrift wurde zur Zeit der Kavallerieschulen entwickelt. Die berühmteste davon ist die Kavallerieschule Hannover, zu der die besten Reiter der damaligen Zeit berufen wurden. Die H.DV. 12 (Reitvorschrift) ist also das Ergebnis von jahrhundertealtem, überlieferten Wissen und den Erfahrungen der besten Ausbilder der damaligen Zeit, in der die Ausbilder ein Leben lang den ganzen Tag mit der Pferdeausbildung und dem Reiten zu tun hatten. Um eine einheitliche Ausbildungsvorschrift zu erhalten, wurde die Reitvorschrift verfasst, welche den Anspruch auf die wichtigen Grundsätze der Reitlehre und Wissenschaftlichkeit erhebt.

 

Die Reitvorschrift richtet sich nach der Natur des Pferdes. Das Pferd soll unter dem Reiter sein Gleichgewicht und seine natürlichen Bewegungen wiederfinden.

Heutzutage wird oft argumentiert, man könnte die Leitlinien der klassischen Reitlehre verändern, weil die Pferde sich im Vergleich zu der Zeit der Kavallerieschule Hannover weiterentwickelt hätten. Das kann aber nicht verallgemeinernd gesagt werden, denn wenn man Fotos aus dieser Zeit betrachtet, so fällt auf, dass es schon damals viele edle, unseren heutigen Pferden ähnliche, Pferde gab. Außerdem hat sich der Knochenbau des Pferdes nicht verändert, so dass es unbedingt sinnvoll ist, weiterhin nach den bewährten, jahrhundertealten Grundsätzen der H.Dv. 12 auszubilden und sich nicht von neumodischen Strömungen beeinflussen zu lassen.

 "Die Klassische Lehre kann in der Regel nicht besser zum Ausdruck kommen, als durch das Einhalten der überlieferten Grundsätze wie sie von hervorragenden reiterlichen Fachleuten in der HDV12 beschrieben (...) werden.“(Paul Stecken, Die klassische Reitlehre in der Praxis gemäß der H.Dv. 12, Rieskamp/Schwabl, Olms, 2011)

Klassische Reitausbildung